Symposium

Die jährlichen Symposien sollen eine frei zu gestaltende Plattform für studentische Forschung darstellen. Es sollen neue Forschungsgebiete oder Methoden aufgetan werden, sich kritisch mit der etablierten Musikwissenschaft auseinandergesetzt werden und ein interdisziplinärer Dialog zwischen Studierenden, DoktorandInnen und etablierten WissenschaftlerInnen auf nationaler und internationaler Ebene entstehen. Weiterhin sollen sie die Möglichkeit bieten, sowohl die Grundlagen des Forscherlebens (Referate, Fachdiskussionen, Publikationen etc.) zu üben als auch sich kritisch mit den Methoden und Standpunkten der etablierten Wissenschaft auseinanderzusetzen um eigene Schwerpunkte zu finden.
Die Symposien finden unter dem Dach des DVSM statt, Veranstalter ist das ausrichtende musikwissen­schaftliche Institut. Dieses wird bei Planung und Ausrichtung durch den Verein fachlich und organisatorisch unterstützt. Der Vorstand vergibt die Ausrichtung eines Symposiums an den geeignetsten Bewerber. Dabei sollen die Ausrichtungsorte die Breite der Studienstandorte für Musikwissenschaft im deutschsprachigen Raum abbilden.

Da sich der DVSM als Ansprechpartner für Studierende der Musikwissenschaft sieht, sollen die ReferentInnen möglichst auch selbst Studierende sein.
Es ist nicht nötig, als ReferentIn oder BesucherIn Mitglied des DVSM zu sein, die Symposien sind offen für alle Interessierten. Außerdem soll das Symposium ein Raum für die Mitgliedsversammlung schaffen, wo die Arbeit von DVSM-Forschungsgruppen vorgestellt sein kann.


Für die Finanzierung (Beantragung von Fördergeldern etc.) ist das veranstaltende Institut verantwortlich.
Fahrtkosten können ggf. nur ReferentInnen erstattet werden, Aufwandsentschädigungen werden nicht gezahlt.

Als DVSM e.V. werden wir euch gerne bei der Suche nach der Finanzierungsmöglichkeiten und ... Bewerbungskanälen unterstützen. 

Das 31. DVSM Symposium in Berlin (Humboldt-Universität zu Berlin)

Seit dem Jahr 1986 veranstaltet DVSM e.V. ein studentisches Symposium. Die Themen sind ganz unterschiedlich. Auch der Format - Durchführung den Workshops oder Rounstables - sind sehr variebel. 

Seit dem Jahr 1986 veranstaltet DVSM e.V. ein studentisches Symposium. Die Themen sind ganz unterschiedlich. Auch der Format - Durchführung den Workshops oder Rounstables - sind sehr variebel. 

Unter Federführung von Studierenden und Promovierenden des Musikwissenschaftlichen Instituts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel findet das 32. Symposium des Dachverbandes der Studierenden der Musikwissenschaft (DVSM) in diesem Jahr vom 7. November 2019 bis 10. November 2019 in der Fördestadt Kiel statt.

Wenn Pink Floyd oder Shania Twain das Übel einer kapitalistischen Gesellschaft besingen; wenn sich in Wagners »Ring« oder Schrekers »Schatzgräber« die unheilvolle Opernhandlung an mythisch überhöhten Zahlungsmitteln entzündet, dann wird durch Musik die Bedeutung der »belebenden Wirkung des Geldes« (Brecht/Eisler) deutlich. Konzertbetriebe, Musiklabels und -verlage, private wie öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und nicht zuletzt Künstler*innen erhalten sich durch Geld. Der Kulturbetrieb ist jedoch häufig von öffentlichen Subventionen abhängig. Ähnlich steht es mit den Kulturwissenschaften und musikbezogenen Forschungsprojekten, die ganz maßgeblich von Drittmittelfinanzierungen abhängig sind.
Durch diese Systeme stellen sich wiederum ästhetische Sinnfragen: Ist Musik in dieser komplizierten Gemengelage von wirtschaftlichen Einflüssen »frei« oder war sie vielleicht schon immer eng mit einem kapitalistischen Wertesystem verwoben? Und: ist das ein Problem?
Das Symposium wird die Zusammenhänge von Musik und Geld auf unterschiedlichen Ebenen beleuchten.

Das 31. Symposium des Dachverbandes der Studierenden der Musikwissenschaft (DVSM) mit dem Titel „Musik und Ästhetik. Alte Fragen, Neue Perspektiven“ fand vom 08. – 10. November am Institut für Musik- und Medienwissenschaften statt.

Die Humboldt-Universitäts-Gesellschaft förderte Studierende unter anderem dabei, über die Musikästhetik in verschiedenen Musikrichtungen zu diskutieren und sich näher mit der Körperlichkeit in der Musik zu beschäftigen. 

Die drei Veranstaltungstage waren gefüllt mit intensiven Auseinandersetzungen zu aktuellen Problemen der zeitgenössischen Musikkritik und Soundästhetik. Innerhalb von studentisch geleiteten Panels diskutierten Bachelor- und Masterdtudierende, Dorkorant*innen und Professor*innen unter anderem zu den Themen „Neue Musik zwischen Isolation und Weltbezug“ und „Technologie, Körperlichkeit, Subjektivierung: Zur Ästhetik populärer Musik“. Neben den Panels fanden zusätzlich Podiumsdiskussionen mit etablierten Musikwissenschaftlern aus Berlin, Bonn, Graz, München und weiteren Städten statt. 

Ziel der Veranstaltung war es, einen offenen, interdisziplinären Rahmen für die Diskussion über zeitgenössische Schauplätze der Musikästhetik zu schaffen, in dem verschiedene Aspekte der modernen Musikwissenschaften zwischen Studierenden Dozierenden debattiert werden konnten. 

29. DVSM-Symposium 2016

Was haben diese Phänomene miteinander zu tun? Auf welche Weise bedingen sie sich gegenseitig? Inwiefern sind sie mitunter voneinander abhängig? Können sie sich manchmal sogar ausschließen oder zumindest wechselseitig behindern und zu Reibungen und Spannungen führen? Wann steht Musik im Dienst von Ideologien und Identitäten, wann trägt sie zu deren Konstituierung und Ausdifferenzierung bei? Wie können andererseits Ideologien und Identitäten Musik und ihre vielfältigen Erscheinungsformen beeinflussen oder gestalten? Gibt es ideologische Musik und musikalische Ideologien? In welcher Form wirkt Musik identitätsstiftend und wie entstehen musikalische Identitäten?

Diesen und vielen anderen Fragen im Spannungsfeld zwischen Musik, Ideologie und Identität wird sich das Symposium stellen, um einerseits einige Antworten zu finden, andererseits um weitere Fragen aufzuwerfen und zu erörtern, welche theoretischen und forschungspraktischen Perspektiven die Musikwissenschaft für ihre Klärung zur Verfügung stellen kann.

Die internationale Ausrichtung der Tagung – sowohl seitens der Inhalte als auch in Bezug auf die Referenten – spiegelt dabei die Vielschichtigkeit und globale Relevanz des Themas wider.

 

27. DVSM-Symposium 2014

Die DDR ist Geschichte. Und Geschichten sollten erzählt werden. Aus die-sem Grund haben sich die Musikwissenschaftsstudierenden der HMT vorge-nommen, ein Symposium zu organisieren, das sich mit einem sehr wichtigen Teil des Lebens in der DDR beschäftigt – der Musik. Über 24 Jahre nach dem Mauerfall liegen viele, jedoch häufig spezialisierte Studien zu dieser Thematik vor. Allerdings ist das Musikleben in der DDR hinsichtlich kompositorischer Aspekte, künstlerischer Positionen und soziolo-gischer, aber auch politischer Wirkungsgeflechte noch längst nicht vollstän-dig erfasst und erforscht – ganz im Gegenteil. Zu viele thematische Türen öffnen sich, wenn man sich mit der Musik beschäftigt, ganz abgesehen da-von, dass historisch-kulturelle Deutungsversuche jüngerer Zeitgeschichte mit methodischen Problemen behaftet sind – Stichwort „oral history“ —, für die es noch lange nicht die eine Lösung gibt. Die Tagung möchte einen Beitrag zur Erforschung dieses spannungsreichen Themenkomplexes leisten und zu Diskussionen anregen. Schon lange vor der Aufnahme der Planung dieses Symposiums durch die Musikwissenschaftsstudenten der HMT haben sich die Kommilitonen der Universität Leipzig dem Thema Musik in der DDR gewidmet. Im Rahmen eines Seminars haben die Studenten mehrere Komponisten zu Gesprächen eingeladen und sich mit ausgewählten Werken analytisch befasst. Aus den dabei entstandenen Interviews ist mittlerweile ein eigenes studentisches For-schungsprojekt entstanden. Eine Kooperation mit dem Institut der Universität bei der Planung des Symposiums lag deshalb besonders nahe. „Musik in der DDR – Zwischen Ideologie und Wirklichkeit“: Der Titel des Symposiums ist bewusst weit gefasst, um Raum für die unterschiedlichsten Themen und Beiträge zu lassen. Ob archivarische Bestände, Punkmusik, oder Komponistinnen in der DDR – dies gehört alles zum Musikleben in der DDR.

 Vortrag „Die Gruppe Neue Musik 'Hanns Eisler' – Engagement gegen die 'Dummheit in der Musik' und anderswo“ - Felix Dietze (links) und Aiko Hermann (rechts)